Petershagen

Kirche in Petershagen
(Quelle: Joachim Schröder)


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Petershagen / Powalice

(Amtsbezirk Petershagen, Kirchspiel Petershagen)

Daten Stand 1937
523 Einwohner, 86 Haushalte
Bürgermeister Richard SCHMIDT, Pastor Dr. Werner WAGNER, Standesbeamter Walter HEINRICH, 1.Lehrer Wilhelm SASSENHAGEN, Gastwirt Max BÜTOW
Vereine: Kriegerverein (Wilhelm SASSENHAGEN), Gesangverein (Franz KATH)
Wohnplätze: Gut Petershagen, Schabernack (Pommerscher Hof) / Pomorze

Weitere Einwohner können dem Adressbuch des Kreises Kolberg-Körlin (1929) entnommen werden.


Originalzitat aus: „Der Kolberg-Körliner Kreis“ – Die Geschichte seiner Städte und Ortschaften von Johannes Courtois, Verlag und Druck Courtois Kolberg 1909

Petershagen
Dorf, bei Moitzelfitz gelegen, ein Blankenburg’sches Lehn-Rittergut und Kirchdorf an der Grenze des Schivelbeiner Kreises, an der Landstraße von Kolberg nach Schivelbein, im Tal des Schwarzbachs, der sich in die Molstow ergießt, besteht seit mindestens der Mitte des 16. Jahrhunderts. Georg von Blankenburg löste es und das dazu gehörige Gut Moitzelfitz B nach den Vergleichen vom 28. April 1721 und vom 28. August 1737 von den Pfandinhabern von Kameke und von Galbrecht ein und hinterließ es nebst anderen Blankenburg’schen Lehen seinen Söhnen, welche sich am 12. Juni 1738 also verglichen. daß Petershagen mit Moitzelfitz dem jüngsten Sohne, Peter von Blankenburg, durch das Los zufiel. Nach dem Ableben Peter Ludwigs von Blankenburg fiel Petershagen nebst Moitzelfitz B für den angenommenen Wert von 16 000 Talern an seinen Sohn, den Leutnant Julius von Blankenburg, der beide Güter bis 1825 besessen hat und in diesem Jahre, unter Vorbehalt des Lehnrechts, an den Rittmeister von Sydow verkaufte. Dieser war bis 1834 Besitzer desselben.
Im Jahre 1888 wurde das ca. 2912 ha große Gut für 380 000 Mark an Konsul Lehment, Kolberg, verkauft; in den Jahren 1893/94 und 1898/1901 parzelliert und daraus 106 neue Wirtschaften gebildet. Außer diesen. wovon 76 Rentengüter sind, bestehen noch 31 Stellen von früher her. Das Restgut war 1910 im Besitz von Otto Stübs.
Die Kirche ist massiv aus Feldsteinen erbaut, der eine Giebel Fachwerk. Der Turm ist Anfang des vorigen Jahrhunderts wegen Baufälligkeit abgetragen. Von den Glocken ist eine ohne Inschrift und alt, die zweite 1864 von Strehl in Kolberg gegossen.


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