Gandelin

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Gandelin / Kedrzyno

(Amtsbezirk Drenow, Kirchspiel Zarben)

Daten Stand 1937
350 Einwohner, 64 Haushalte
Bürgermeister Albert KRUGGEL, Pastor GÖRCKE, Standesbeamter Emil KRÜGER, 1.Lehrer Franz ZÜHLKE, Gastwirt Robert ZANDER
Wohnplätze: Elisenhof / Paprocie, Neu Gandelin, Vandünz / Wedzice

Weitere Einwohner können dem Adressbuch des Kreises Kolberg-Körlin (1929) entnommen werden.


Originalzitat aus: „Der Kolberg-Körliner Kreis“ – Die Geschichte seiner Städte und Ortschaften von Johannes Courtois, Verlag und Druck Courtois Kolberg 1909

Gandelin
Früher Rittergut an der Grenze des Greifenberger Kreises, mit Vorwerk Elisenhof, ist nach Zarben eingepfarrt.
Es war ein Alt-Manteuffel’sches Lehen, welches im 17. Jahrhundert der fürstbischöfliche Rat Henning von Manteuffel (+ 1641) besaß. Nach dem Tode des Landrats Christoph Arnd von Manteuffel fiel dieses Gut nebst anderen Lehen seinem einzigen Sohne, dem Kabinetts-Minister Ernst von Manteuffel zu und wurde von demselben, nachdem es unter Zustimmung des nächsten Agnaten am 14. September 1731 allodisiert worden war, im Jahre 1748 seinen Schwiegersohn, dem Oberstleutnant Balthasar Freiherr von der Goltz und dessen Gemahlin Henriette, von dieser aber 1764 der Gemahlin des Rittmeisters Johann von Gaudecker, Sophie Wilhelmine, geb. Freiin von Hertefeld, verkauft. Seit der Zeit hat dieser Besitz oft
gewechselt. 1804 besaß das Gut Johann Krügers Witwe, als Erbin ihres Ehemanns, der das Gut für 12 000 Taler erstanden hatte. 1824 werden die Darkow’schen Erben genannt, in deren Besitz es bis 1888 verblieb. Diese verkauften es für 324 500 Mark an Konsul Lehment in Kolberg. Das Rittergut ist jetzt parzelliert, Besitzer der Hauptparzelle in Große von ca. 160 ha ist Gutsbesitzer Heinrich Weidlich.
Im Jahre 1901 erfolgte die Umwandlung des selbständigen Gutsbezirks Gandelin in eine Landgemeinde mit dem Namen „Neu-Gandelin“.


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