Bullenwinkel

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Bullenwinkel / Mirocice

(Amtsbezirk Altstadt, Kirchspiel Kolberg St.Georg)

– Der Ort Bullenwinkel existiert nicht mehr. –

Daten Stand 1937
126 Einwohner, 25 Haushalte
Bürgermeister Richard KLUGMANN, Pastor Erich NOBILING (Kolberg), Standesbeamter Bruno NEITZEL (Zernin), 1. Lehrer Leonhard HEYN

Weitere Einwohner können dem Adressbuch des Kreises Kolberg-Körlin (1929) entnommen werden.


Originalzitat aus: „Der Kolberg-Körliner Kreis“ – Die Geschichte seiner Städte und Ortschaften von Johannes Courtois, Verlag und Druck Courtois Kolberg 1909

Bullenwinkel
Dorf dicht bei Kolberg mit ca. 160 Einwohnern, ist nebst seinen Zubehörungen zur St.-Georgen-Kirche in Kolberg eingepfarrt.
Es war ehedem ein Ackerwerk, das, eins der zahlreichen Opfer des 7jährigen Krieges, bei der Belagerung Kolbergs durch die Russen zugrunde ging. Der Magistrat ließ es nach dem Hubertusburger Frieden nicht wieder herstellen, sondern legte 5 Bauernhöfe an, unter welchen die fruchtbaren Gutsfelder verteilt wurden. Um das Jahr 1400 war der Bullenwinkel im Besitz derer von Platen und kam danach an die von Damitz. Die Stadt Kolberg kaufte dieses Gut nach dem Vergleiche vom 1. Mai 1645 von Lucas Damitz auf Möllen und Rützow, und vereinigte mit demselben eine Fläche von 43 Morgen 21 Ruten, welche Joachim von Hohenhausen auf dem Kolberger Stadtfelde besaß, die derselbe nach dem Vertrage vom 17. Dezember 1651 dem Magistrat käuflich überlassen hatte. Zu dieser Zeit scheint übrigens ein Wohnort daselbst nicht vorhanden gewesen, sondern dieser erst vom Kolberger Magistrat errichtet worden zu sein. Zur Besitzzeit der von Damitz mag die Fläche nur Hütung gewesen sein und zur Viehweide gedient haben, wovon der Magistrat den Namen Bullenwinkel entlehnt haben mag.


BullenwinkelMap



KolbZeit_07_1954

Quelle: Kolberger Zeitung, Ausgabe 09/1958

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