vierter

3teradvent

Sonderseite zum 4. Advent

Wir wünschen allen Kolbergern aus Stadt und Land,
unseren Freunden und Gönnern sowie fleißigen Unterstützern
eine geruhsame Vorweihnachtszeit und ein gesegnetes Weihnachtsfest
und freuen uns auf ein mögliches (Wieder-)Sehen in Kolberg.


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Kirchenglocke DegowDegow
Degow ist bereits vor 1281 ein Kirchdorf gewesen. Zuletzt wurde 1877 ein älterer Kirchenbau abgerissen und 1879 die neue, im Basilikastil errichtete Backsteinkirche eingeweiht. Die beiden Kirchenglocken wurden in diese neue Kirche übernommen.
Die kleine wurde 1572 (Inschrift: Jochen Bandekow 1572) und die große 1618 in Kolberg bei Friedrich Klaessen gegossen. Die 300 kg schwere große Glocke wurde im Zweiten Weltkrieg zur Einschmelzung als Rohstoff abgegeben, wurde aber erfreulicherweise 1955 in Hamburg funktionsfähig wieder aufgefunden.
Diese Glocke fand durch den früheren Pfarrer in Degow, den gebürtigen Danziger, Dr. Heinz Czaia, ihren Weg in seine neue Heimatgemeinde nach Griesheim bei Darmstadt in Hessen. Hier ruft sie nun bis heute als sogenannte „Patenglocke“ in der Luthergemeinde Griesheim zum Gottesdienst.


Rützow
Im Turm hingen zwei Glocken (1379 und 1592). Sie wurden im Zweiten Weltkrieg abgeliefert, wurden aber nicht beide eingeschmolzen, sondern eine tauchte nach dem Kriege heil wieder auf. Sie wurde der Gemeinde Gelbingen, Kreis Schwäbisch-Hall, anvertraut. „Das Gußjahr ist 1592, sie hat den Ton cis“-4, einen Durchmesser von 69 cm und ein Gewicht von 171 kg“ (Pusewey, Stab. S. 267).


Nessin
Die Glocke dieser Kirche wurde entsprechend der Beschlagnahme-verfügung vom 15. März 1940 beschlagnahmt. Sie wurde aber nicht eingeschmolzen und konnte nach dem Kriege als Leihgabe in der Bundesre¬publik Deutschland wieder verwendet werden. „Die Glocke von Nessin hängt jetzt in der Klosterkirche Lorch bei Schwäbisch-Gmünd. Sie hat den Ton g“, einen Durchmesser von 60 cm und ein Gewicht von 158 kg… sie wurde im 15. Jahrhundert gegossen“ (Pusewey, Stab. S. 267).


Rarfin, Kreis Belgard


Gervin
Die Gerviner Kirche ist ein Fachwerkbau aus dem frühen 17. Jahrhundert. Die Inschrift an einem Verbundstück des Ostgiebels „Joachim Heckel – Haet mich gebauwet – Hans Meider – Anno 1644“ datiert die Errichtung der Kirche in die Zeit des 30jährigen Krieges, eine andere Mitteilung hingegen besagt, dass der Bau bereits 1624 im Auftrag von Wilcke v. Manteuffel sen. erfolgte.
Eine der beiden Kirchenglocken trug laut einem Bericht aus dem Jahre 1889 zu den Bau-und Kunstdenkmälern im Kreis Köslin eine Inschrift, die den Neuguss auf das Jahr 1693 in Kolberg datierte.
Eine weitere, eine größere, alte Glocke wurde auf Betreiben des damaligen Pfarrers bereits vor dem ersten Weltkrieg von einer thüringischen Gemeinde angekauft, die während des zweiten Weltkrieges zum Einschmelzen abgegeben wurde. 1951 wurde die aus dem 15. Jahrhundert stammende, immerhin 668 kg schwere und 104 cm weite (Durchmesser) Glocke beschädigt auf dem Hamburger Glockenfriedhof durch Nachfrage seitens des früheren Kolberger Superintenden Gottfried Handtmann (1891-1985) aufgefunden. Die Glocken-Patenschaft übernahm die Flensburger Marienkirche, und nach entsprechender Reparatur rief die Gerviner Glocke bis zum Jahr 1992 in dieser Kirche zum Gottesdienst. Inzwischen wurde sie dem Städtischen Museum anvertraut.
Aber lassen wir an dieser Stelle die Herren Handtmann und Backe nun ausführlich berichten:


(Quelle: Kolberger Zeitung, 3/1969)


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