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Bullenwinkel (Mirocice) heute

Zitat

Autor des Beitrags: Maciej
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Liebe Forumleser.

Auf der Suche nach dem Buch "Bullenwinkel - ein Dorf, das es nicht mehr gibt." bin ich bei Euch gelandet.

Vor 2 Jahren bin ich mit meiner Frau nach Kolberg umgezogen, um ein "neues Leben" zu starten. Die Geschichte Kolbergs hat mich immer fasziniert. Angefangen von dem Koalitionskrieg Anfang des 19 Jh. bis hin zur der Nachkriegszeit (2. Weltkrieg) - alles wurde verschlungen.

Aber erst auf alten Messtischblätter der kolberger Umgebung bin ich auf Bullenwinkel gestoßen.

An sich eigentlich nichts berauschendes, wenn ich nicht persönlich Bullenwinkel einen Besuch abgestattet hätte.

Anfang März 2017 bin ich spontan mit dem Auto hin, um mir das Dorf anzusehen. Am Ort angekommen musste ich feststellen, dass sämtliche Zufahrtsstrassen blockiert sind und ich weiter zu Fuss muss. Das Bahnwärterhaus galt als Orientierungspunkt. Nun musste ich bloß über die Gleise und ich hätte Bullenwinkel in voller Pracht bestaunen können. Pustekuchen. Das Dorf war nahezu von allen Seiten von dichten Wäldern und Gebüsch umschlungen. Trotzdem wollte ich mir das nicht entgehen lassen und und ging voran. Als ich die Sumpflandschaft samt Gebüsch passiert habe, konnte ich meinen Augen nicht glauben. Wo ist jetzt das, was auf den alten Katen vorhanden war? Die Häuser können sich doch nicht über ein paar Jahrzehnte in Luft aufgelöst haben!? Bei näherer Betrachtung fielen mir von weiten nur ein paar umwucherte Ziegelsteine, die auf dem Boden lagen. Gleich dahinter Fundamente.  Nebenan noch ein paar Porzellanscherben, kapputes Glas und das war´s! Ich war verblüfft. Ist tatsächlich nur das übrig geblieben von dem, was nicht alzu lange her ein Dorf war?!

Zu Hause angekommen sofort die Recherche. Was ist aus Bullenwinkel geworden?

Ein paar nützliche Informationen konnte ich sammeln.

Während der Kriegszeit 1945 wurde Bullenwinkel von den Russen belagert. Die Schule wurde angeblich abgebrannt. Alle Bewohner, die nicht geflüchtet sind konnten jedoch zu ihren Häusern zurückgehen. Mir bleibt jedoch ein Rätsel, wohin die deutschen Bewohner nach der Nachkriegszeit ausgewandert sind und wieso das Dorf so schnell dem Verfall ausgesetzt war. In den 60- und 70-iger Jahren galt Bullenwinkel als Station für die polnische Wehr. Sämtliche Übungen wurden in Bullenwinkel und außerhalb durchgeführt. Schon zur dieser Zeit ist die Rede, dass nur ein übrig gebliebenes Gebäude als Schweinestall für die Wehr diente. Was ist aber mit dem Rest passiert? Fragen über Fragen.

Vor ein paar Jahren wurde das Grundstück in und rund um Bullenwinkel von einem Privatinvestor gekauft. Eine neue Siedlung sollte direkt in dem nicht mehr existierenden Dorf gebaut werden. Vor 4 Jahren ist es zwischen den Privatbesitzer und Befürworter von Erhaltung des Naturschutzgebietes zu Auseinandersetzungen gekommen. Obwohl schon Projekte für die Siedlung entstanden sind und sogar kleinere Bauarbeiten (Abflussgräber und Verlegung von Wasserleitungen) durchgeführt worden sind, finden keine Bauarbeiten direkt im alten Dorf mehr statt. Um Bullenwinkel ist wieder ruhig geworden. Ich find´s auch gut so.

Ich habe mit meinen Bekannten und Arbeitskollegen aus Kolberg gesprochen und nachgefragt, ob mir einer weitere Informationen zu Bullenwinkel geben kann. Nahezu keiner wusste, dass in unmittelbarer Nähe zu Kolberg das Dorf Bullenwinkel (Mirocice) existierte. Vielleich auch gut so, da es heutzutage der wilden Natur ausgesetzt ist und eher wenige Personen sich hier verirren...

Das Buch muss dennoch angeschaft werden - die Neugier lässt mich nicht ruhig schlaffen. 😉

 

Gruß aus Kolberg, Maciej

Zitat

Autor des Beitrags: Jeannette
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Lieber Maciej,

mein Name ist Jeannette und meine Großmutter mütterlicherseits stammt aus Bullenwinkel.

Seit langer Zeit bin ich mal wieder auf dieser Internetseite unterwegs um ein bisschen was in Erfahrung zu bringen und muss staunen! Noch jemand interessiert sich für Bullenwinkel. Das freut mich. Zumal ich für Anfang nächsten Jahres eine Reise nach Kolberg geplant habe.

Das Buch von dem du sprichst kenne ich. Es ist allerdings mittlerweile vergriffen. 2013 konnte ich den Herausgeber in Hamburg ausfindig machen und zumindest eine Kopie der Seiten die meine Familie betreffen ergattern. Der Herausgeber ( der sich meines Wissens auch an diesem Online Portal beteiligt ) hätte mir Exemplare mit einer Mindestbestellmenge zur Verfügung gestellt. Ich habe im Verwandtenkreis nicht soviel Interesse wecken können, sodass das Vorhaben dadurch und durch andere (private) Dinge in Vergessenheit geriet.

Umso mehr freut es mich, aktuelle Bilder zu sehen. Das Bahnwärterhäuschen von dem du sprichst  ist laut alter Karte nicht weit weg vom Hof meiner Familie (Wulff). Das dort nichts mehr ist, habe ich schon in Erfahrung bringen können. Bullenwinkel ist tatsächlich den Russen zum Opfer gefallen. Wenn ich mich recht erinnere, sind alle Einwohner Bullenwinkels nach Ost- und Westdeutschland geflohen. Meine Familie bsp. ist über ganz Deutschland verteilt. Man erzählt sich sogar, dass ein Bruder meiner Großmutter in die USA ausgewandert sei. Aber es wurde ja nach dem Krieg ein Tuch des Schweigens über diese Erlebnisse gelegt. Darüber erzählen durfte man nicht. Und so weiß ich von der Geschichte meiner Familie auch viel zu wenig. Und das lässt mich nicht mehr schlafen. Sind die Familien tatsächlich noch einmal zurück gekehrt? Kolberg war ja abgeschnitten und von Russen umzingelt. Was mussten die Einwohner Bullenwinkels alles ertragen als die Russen kamen? Fragen über Fragen...

Leider werden die Zeitzeugen immer weniger. Aber so richtig reden will nach so langer Zeit auch niemand mehr.

Um noch einmal auf das Buch zu sprechen zu kommen: Ich hatte 2013 in Erfahrung gebracht, dass sich in Greifswald und Berlin in den jeweiligen Landesbibliotheken jeweils ein Exemplar zur Einsicht befindet. Dorthin zu fahren ist ebenfalls ein Vorhaben von mir.

Sollte ich es demnächst schaffen mir das Buch anzuschauen, soll ich was spezielles für dich recherchieren?

Mein Großvater stammt aus Necknin (Niekanin). Gibt es dieses Dorf noch?

Liebe Grüße

Jeannette

Zitat

Autor des Beitrags: Maciej
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Hallo Jeannette.

Dass das Buch vergriffen ist hätte ich mir denkem müssen. Im Internet wird auch nichts mehr angeboten. Exemplare mit einer Mindestbestellmenge anzuschaffen - das werde ich mir nicht unbedingt antun, zumal ich gehört habe, dass das Kolberger Museum ein Exemplar besitzen soll.

In Berllin kenne ich mich aus. In der Zentral- und Landesbibliothek Berlin war ich schon früher, da ich in der Nähe gewohnt habe. Ein Besuch in Berlin steht auch demnächst an, also musst Du nichts für mich recherchieren...

In einem polnichen Erforschungsforum konnte ich noch alte Fotos von Bullenwinkel finden: http://www.forum.eksploracja.pl/viewtopic.php?f=67&t=18984&start=40. Die Landschaft erkennt man nicht wieder. Momentan ist alles von Wald und Gebüsch zugedeckt.

Heute Mittag bin ich nochmals nach Mirocice gefahren. Wollte die aktuelle Lage nach dem hier beigefügten Ortsplan (https://kolberg-koerlin.de/wp-content/uploads/2015/09/BullenwinkelMap.png) erkunden. Die Ruinen waren sehr schwer zugänglich und nicht alles war identisch mit dem Ortsplan vor dem 2. Weltkrieg. Ich muss Dir jedoch gestehen, dass die Ruinen des Hauses deiner Großeltern den "besten Eindruck" machten (siehe unten). Bin mir auch zu 99% sicher, dass auf diesen Fundamenten früher das Haus der Familie Wulff stand. Direkt an den Ruinen konnten noch ein paar persönliche Gegenstände wie Klamottenstücke oder auch eine Fußsohle mit der Aufschrifft "Gesetzlich geschützt" der Schuhgröße 41 ausfindig machen. Ich gehe davon aus, dass das Hab und Gut liegengelassen wurde und die Menschen einfach nur flüchteten. Ein wenig beängstigend. Ich kann mich auch grob dran erinnern irgendwo gelesen zu haben, dass einige nach Amerika geflüchtet sind.

Ich habe mich vor ein paar Wochen mit meiner Oma unterhalten, wie Sie die Nachkriegszeit als Deutsche erlebt hat. Sie war damals ca. 100km weiter süd-östlich von Kolberg wohnhaft. Nachdem der 2. Weltkrieg zu Ende war, musste sie auch Schlimmes durchgehen. Sie sagte bloß, dass die Russen damals mit den Nazis gleich zu setzen waren, wenn nicht noch schlimmer, als sie Richtung Westen marchierten. Ob die Menschen in Bullenwinkel das gleiche Schicksal erlitten - davon gehe ich aus...

Nun ja, die Geschichte rund um Bullenwinkel interessiert mich sehr. Vor Allem, wie es dazu kam, dass heutzutage fast nichts an Bullenwinkel erinnert.

Ah und ja, Niekanin gibt es immer noch. 🙂

Sag Bescheid, wenn Du mal Kolberg einen Besuch abstattest. Vielleicht trifft man sich dann...

Schönen Gruß aus Kolberg, Maciej

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Autor des Beitrags: Almut
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Hallo Jeanette,

ich interessiere mich ebenfalls für das Dorf Bullenwinkel.

Sehr gerne hätte ich das Buch erstanden, leider ist es ja vergriffen.

Mein Urgroßvater, Heinrich Anton Müller, geb. 1873 kommt aus Bullenwinkel.

Herzliche Grüße

Almut

Zitat

Hallo Maciej,

schade, da haben wir ein Treffen mit Dir nur um wenige Tage verpasst.

Etliche Mitglieder des Heimatkreises Kolberg-Körlin waren vom 20.05.-27.05.2017 in Kolberg zu Gast, darunter Personen,
die in Kolberg und in den Dörfern des Kreises geboren wurden sowie einige mit der Familienforschung befasste Nachkommen.

Zur direkten Information für Dich aus dem Vorwort des Buches Bullenwinkel/Chronik eines Dorfes, das es nicht mehr gibt,
Bearbeiter Arno Janz:
-- siehe Anlage --

Aufnahmen des unzerstörten Dorfes Bullenwinkel sind auch im Propagandafilm "Kolberg" enthalten, der 1943/44 unter
anderem dort gedreht wurde und heute mit Zustimmung der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung in Deutschland gezeigt
werden darf.
In der vergangenen Woche war übrigens eine betagte Kolbergerin in unserer Runde, die als Schulmädchen eine Statistenrolle
in diesem Film hatte und ein kleines Fotoalbum mit Bildern von den Dreharbeiten/Darstellern mitbrachte.
Mit einem Augenzwinkern berichtete sie von einem Tag "Schuleschwänzen" und der erhaltenen Gage in Höhe von 5 Mark.

Zu Gast hatten wir in Kolberg Jacek Sculc, der in Kolberg und Umgebung nach Artefakten sucht, hier der Link zu seiner sehr
interessanten Homepage:
http://mojewykopki.blogspot.de/

Gern hätten wir uns auch mit Dir ausgetauscht,aber vielleicht klappt es ja im nächsten Jahr.

Mit herzlichen Grüßen nach Kolberg

Martina (Riesener)

Hochgeladene Dateien:
Zitat

Autor des Beitrags: Maciej
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Hallo Martina.

Ich bedanke mich herzlich bei Dir für die ausführlichen Informationen und den Artikel von Arno Janz.

Hätte nie im Leben gedach, dass der Film auch in/am Bullenwinkel gedreht wurde. Auf youtube gibt es noch eine schlechte Kopie des Films, die schwer anzuschauen ist, da zu sehr hereingezoomt wurde. Ich schaue mal, ob ich da noch was Informatives finde...

Jacek Schulz konnte ich auch schon persönlich treffen. Er ist derjedige, der eine gute Arbeit bei den Ausgrabungen macht und seine Funde sehr gut dokumentiert. Hut ab vor seiner Leistung.

Ich bin ein offener Mensch - auf ein gemeinsames Treffen mit der Gruppe bin ich jederzeit bereit. 🙂

Grüße Maciej.

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Autor des Beitrags: Maciej
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... kann glaube ich die Texte nicht mehr editieren.

Hoffentlich verzeiht mit Jacek. Natürlich meinte ich Szulc... 😉

Gruß Maciej.

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Autor des Beitrags: Jeannette
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Hallo allerseits,

erst mal vielen Dank Martina für den Abdruck des Vorwortes. Hast du einen Tipp, über wen ich ein, wenn auch gebrauchtes, Exemplar des Buches bekommen kann? Das Landesarchiv Greifswald hat leider nach telefonischer Nachfrage kein Exemplar. Allerdings werde ich im Juli dorthin und einige Kirchenbücher etc. in Augenschein nehmen.

Es ist interessant zu erfahren, dass Bullenwinkel im Film "Kolberg" zu sehen ist. Das ist auch unablässig, wenn man sich Notizen zu der Belagerung Kolbergs durchliest.

Über das Online Portal "Pommerscher Greif" habe ich mir die Unterlagen über die "Hufenklassifikation von 1717" angesehen. Bullenwinkel wird darin noch nicht erwähnt. Entweder gehörte es zu diesem Zeitpunkt nicht zu den Amtsdörfern oder es gab Bullenwinkel einfach noch nicht.

Ich muss sagen, ich bin begeistert über die Arbeit die der Heimatkreis in dieses Online Portal investiert hat. Die Fülle an Informationen und die Bereitwilligkeit sämtliche Informationen zur Verfügung zu stellen finde ich toll!

Es würde mich freuen, wenn wir ein wenig in Kontakt blieben. Eine Reise nach Kolberg habe ich für spätestens Anfang nächsten Jahres geplant. Toll wäre dann ein Treffen.

Bis dahin.

LG Jeannette

 

Zitat

Hallo Jeannette,

Bullenwinkel existierte bereits lange vor der Zeit der Hufenklassifikation 1717/19, allerdings lediglich als
Wohnort, ein "Vorwerk". Seit 1660 (bis 1945) war Bullenwinkel, da für eine eigene Kirche zu klein, zur
St. Georgen Kirche in der Lauenburger Vorstadt/Kolberg eingepfarrt.

Bezüglich des Buches "Bullenwinkel, Chronik eines Dorfes...." - in der Universitätsbibliothek Greifswald
liegt ein Exemplar. Auch die Vereinsbibliothek des "Pommerscher Greif e. V." im nahegelegenen Züssow
dürfte über eine Ausgabe verfügen:
http://www.pommerscher-greif.de/vereinsbibliothek.html
Weitere Ablageorte findest Du über den Worldcat: https://www.worldcat.org/
Einen Tipp bezüglich Erwerb eines Buches (neu oder gebraucht) kann ich Dir momentan leider nicht geben.
Sollte sich diesbezüglich aber etwas ergeben, so werde ich mich melden.

Viele herzliche Grüße

Martina (Riesener)

PS: Danke für Dein Lob, darüber freuen sich alle Mitarbeiter unseres Arbeitskreises "Kolberger Lande".

Zitat

An alle Bullenwinkel-Interessierte,

wir haben in unserer interaktiven Ortskarte einen weiteren Lageplan von Bullenwinkel (Stand 1944)
nebst den entsprechenden Erläuterungen eingefügt.

Viele Grüße

Martina (Riesener)

Zitat

Autor des Beitrags: Jeannette
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Hallo Maciej,

wir hatten letztes Jahr in diesem Forum geschrieben. Nun steht eine Reise nach Kolberg an. Wahrscheinlich im August, aber spätestens im September. Da ich leider keine Zeit habe, werden meine beiden Onkel nach Kolberg fahren.

Meine Frage ist: können die beiden irgendwie Kontakt zu dir aufnehmen, um dich dort zu treffen?

Sie würden gerne mit jemandem in Kontakt treten, der die Örtlichkeiten dort kennt.

Lieben Dank und einen wunderschönen Abend

LG Jeannette

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Autor des Beitrags: Maciej
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Hallo Jeannette.

Bitte verzeih die späte Antwort - momentan zu viel um die Ohren auf der Arbeit. 😉

Ab morgen bis zum 19.08.2018 bin ich im Urlaub und nicht in Kolberg anwesend.

Wenn die Onkel noch nicht angereist sind, dann können sie sich auch telefonisch bei mir melden (auch während meiner Urlaubstage).

Ich riskiere es mal und gebe Ihnen meine private Telefonnummer hier mit 0048 511822081.

Sollten die Moderatoren damit nicht einverstanden sein, dann bitte ich um Löschung.

 

Alles Gute aus Kolberg,

Maciej

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Autor des Beitrags: Maciej
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Hallo Jeannette.

Eins ist mir noch eingefallen. Ich hatte vor ca. 2 Monaten Kontakt in Kolberg mit einer älteren Dame, die aus Illingen kommt.

Durch reinen Zufall habe ich erfahren, dass ihr Mann (leider schon verstorben) tattsächlich Verwandte aus dem Dorf Bullenwinkel hatte und ich glaube sogar, dass sie Familie Wulff in Erwägung gebracht hat.

Leider hat die Dame alle Dokumente vernichtet, nachdem der Mann verstorben ist.

Den Namen und die aktuelle Wohnadresse der älteren Dame habe ich noch...

Gruß,

Maciej

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Autor des Beitrags: Jeannette
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Hallo Maciej,

vielen Dank. Auch dass du den Mut hast deine Kontaktdaten raus zu geben. Hab das weiter geleitet.

Illingen ist mir erst mal kein Begriff. Aber vielleicht wissen meine Mutter und meine Onkel mehr. Ist aber schon erstaunlich, wie der Zufall manchmal so spielt... :0)

Viele Grüße aus Kühlungsborn, also ebenfalls Ostseeküste

Einen schönen Abend noch

LG Jeannette

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Autor des Beitrags: Maciej
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Hallo Jeannette.

Einer Deiner Onkeln hat sich bei mir telefonisch gemeldet.

Wir haben schon ein paar Einzelheiten besprochen und ich freue mich auf den Besuch... 😉

Gruß,

Maciej

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Autor des Beitrags: Maciej
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So, ich melde mich mal wieder. 🙂

Es sind schon knappe 2 Monate seit dem Treffen vergangen, leider hatte ich irgendwie nicht die Zeit einen Beitrag zu verfassen.

 

Das Treffen mit "den Onkels" und zusätzlich noch der Tante von Jeannette hat tatsächlich statt gefunden. Die Einzelheiten haben wir schon vorher per Mail diskutiert, also war es kein Problem für uns einen Treffpunkt zu vereinbaren.

Am 24.09.2018 gegen 09:00 Uhr ist Reiner mit seinen beiden Geschwistern Ingelore und Karl-Heinz in Kolberg angekommen. Wir haben uns nahe der Kreuzung Richtung Bullenwinkel verabredet. Nachdem wir uns kurz begrüßt haben, sind wir weiter zum damaligen Dorf Bullenwinkel vorgefahren. Der Anfahrtsweg war mir bekannt, leider ist die Überfahrt an den Gleisen am alten Bahnwärterhäuschen seit ein par Jahren für Autos gesperrt. Von dort aus war es jedoch kein weiter Weg mehr zu Fuß bis zu den Ruinen des Hauses der Familie Wulff. Am Ort wurden als Erinnerung ein Ziegelstein, ein paar Scherben und ein Beutel Erde mitgenommen. Es war schon etwas emotional, aber die Atmosphäre war keinesfalls getrübt. Die Unterhaltung mit den Geschwistern war sehr spannend, denn ich habe auch einige neue Informationen mitbekommen, die ich vorher nicht kannte. Wir sind noch ein Stückchen weiter am Teich vorbei ins Dorfinnere vorgedrungen. Außer weiterer Ruinen (Fundamente), zerstreuten Ziegeln, Porzellanbruchstücken und nicht identifizierten Objekten war da leider nichts mehr. Nun ja, Bullenwinkel ist halt eine Geisterstadt. Anwohner aus der Umgebung Kolbergs verirren sich hier selten.

Als nächstes stand Necknin (pol. Niekanin). Dort lebte der Vater der Geschwister. Im Gegensatz zu Bullenwinkel stehen nahezu alle alten Häuser aus der deutschen Zeit noch und die sind sogar bewohnt. Das Haus, was wir gesucht haben konnten wir recht schnell finden. Wir haben uns auch kurz mit der Bewohnerin unterhalten, die dort momentan lebt. Sie ist zwar erst in den 70 igern hier eingezogen, konnte uns leider keine Auskunft über die alten Anwohner mitgeben. Der Mann, der schon seit den 50 igern in das Haus eingezogen ist, starb leider vor ein paar Jahren. Ebenfalls vor ein paar Jahren ist die Scheune abgebrannt, die direkt am Haus stand und noch auf den alten Karte zu sehen ist. Auf einem Haufen neben dem Haus konnten wir Fliesen eines alten Kaminofens entdecken. Wer weiß, vielleicht gehörten diese auch der Familie, die hier vor 1945 gelebt hat. Alt sah es zumindest aus. Ein Stück Geschichte wurde von Reiner auch hier mitgenommen...

Zur guter letzt sind wir nach Kolberg in das Restaurant "Domek Kata" gefahren, um etwas zu speisen und uns weiter zu unterhalten. Die Geschwister haben mir noch alte Fotos der Mutter gezeigt. Ein Foto zeigte sogar das Haus der Familie Wulff in Bullenwinkel. Diesmal war ich derjenige, der ein wenig Geschichte zum Anfassen hatte. Die Gäste sind dann am späten Nachmittag abgefahren.

PS: Danke für die Geschenke. Meine Frau hat sich auch gefreut... 😉

 

Gemeinsames Foto (Bullenwinkel am großen Teich)

Gemeinsames Foto (Bullenwinkel am großen Teich)

 

Hier wohnte der Vater (Niecknin)

Hier wohnte der Vater (Necknin).

 

Alles Gute aus Kolberg,

Maciej

Zitat

Autor des Beitrags: Rudolf
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Hallo Maciej,

mit Interesse habe ich Deinen Bericht von dem ehem. Ort Bullenwinkel gelesen. Eine direkte Verbindung habe ich dazu nicht, aber in den Aufzeichnugen meiner

Verwandschaft fand ich eine:

LORENZ, Bertha Henriette Friederike
*Bullenwinkel 17.09.1857   +Kolberg 10.06.1937
oo Colberg 17.10.1879
RADMER, Gottlieb Heinrich Wilhelm

Vielleicht hat jemand eine Geburtsurkunde von Bertha??

Beste Grüße von Rudolf

Zitat

Autor des Beitrags: Maciej
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Hallo Rudolf.

Vielleich kann Dir Martina oder Ulrich auf Deiner Suche weiter helfen. Ich persönlich habe da weniger Erfahrung auf der Suche.

Viele Urkunden sind verschollen oder vernichtet worden. Dies betrifft vor allem Kolberg. Vielleicht läßt sich aber was finden...

Gruß aus Kolberg,

Maciej

Zitat

Autor des Beitrags: Maciej
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Hallo Forum.

Ich verfasse mal was nach längerer Abstinenz. 😉

Die alten Bilder im Forum sind leider alle futsch. 🙁

Um Euch auf dem Laufenden zu halten, wollte ich ein aktuelles Bild (Panorama) von Bullenwinkel aus der Vogelperspektive zeigen.

Bullenwinkel (Vogelperspektive) - 30.04.2019

Als Orientierungspunkt kann man die beiden Teiche (Mitte) und das Bahnwärterhäuschen (links oben) nehmen. Norden wäre dementsprechend oben.

Wie man den Luftaufnahmen entnehmen kann, wird nördlich vom Dorf momentan umgegraben. Ob da nun eine neue Siedlung entsteht, ist noch fraglich. Wir werden abwarten, was die Zeit so bringt...

Alles Gute aus Kolberg,

Maciej

Zitat

Hallo Maciej,

hier nur als Info zu deinen verschwundenen Bildern:
Besagte Image hattest du via "Picload" ein-/bereitgestellt. Dieser Dienst wurde jedoch
im März 2019 vom Betreiber abgeschaltet und ist somit nicht mehr für uns erreichbar.

MfG
Bernd

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